Viren, Würmer und Trojaner, Virenscanner und Personal Firewalls
Viren, Würmer und Trojanische Pferde (Trojaner), Virenscanner und Personal Firewalls

 

Aktueller Hoax: Mails, die vor den Dateien SULFNBK.EXE und JDBGMGR.EXE warnen - Infos hier.


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Hoaxes

Elektronische Zeitungs-Enten und Falschmeldungen

Mit der Betreffzeile Boykottiert Dotwin! warnten letztes Jahr Tausende von E-Mails davor, die vom TV-Sender ProSieben ausgegebenen "Dotwins" auf die Fernseher zu kleben. Die kleinen Pappscheiben sollten registrieren, ob Zuschauer bei der Stange bleiben oder wegzappen und waren Voraussetzung, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Völlig harmlos, ganz anders als die Warn-Mail: Durch das Licht aus der Bildröhre, so hieß es, würde im Innern des Dotwins ein elektronischer Chip aktiviert, der die Zuschauer belausche. Aha. Soso.

Es kommt noch besser: Der Chip kann laut Hoax sogar Stimmen und Geräusche im Wohnzimmer aufnehmen und feststellen, wie viele Personen vor dem Fernsehen sitzen. Vor allem Schwarzseher müssten sich nun vor der GEZ fürchten, weil die ja auch solche Kunden zur Kasse bittet, die gar kein öffentlich-rechtliches Fernsehen anschauen. Die Adressen der Teilnehmer würden, so der Hoax weiter, komplett an die GEZ abgetreten, wo ein Abgleich mit der vorhandenen Datenbank erfolge. Den Betroffenen stünde schon vier Tage nach dem Absenden ihrer Dotwins amtlicher Besuch ins Haus. Etc.

Reiheweise schlitzen die User ihre Dotwins auf, nur um festzustellen, dass in dem Ding kein ominöser "CC128-A4-Controller" Stimmen-Analyse und GEZ-Datenbank steuerte, sondern bloß ein bisschen Pappe aufs Recycling wartete. Sie waren auf einen Hoax hereingefallen, auf eine "elektronische Mail-Ente", deren einziger Zweck die Weiterverbreitung ist.

Katzen im Glas und Urbane Legenden

Für Wirbel sorgten Mails zu www.bonsaikitten.com: Die Website zeigte, wie man kleine Kätzchen in Glasfaschen heranzüchtet - ein geschmackloser Fake von Studenten, der angeblich sogar das FBI auf den Plan rief. (Wenns wahr ist...) Noch drastischer: Ein Kettenbrief behauptete, man würde in Discotheken unbemerkt mit Nadeln gestochen, die mit AIDS-Viren infiziert seien. Dann bekäme man einen Zettel auf den Rücken geklebt, auf denen "Willkommen im Club" stünde. Solche und ähnliche Mails (Asbest in Tampons, Bomben in Lieferwägen) basieren auf Gerüchten einer modernen Folklore, zu der es auch eine wachsende Zahl von Websites gibt, etwa www.ulrc.com.au und www.urbanlegends.com .

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Noch mehr Infos zu Hoaxes, Viren-Mythen und schlechten Scherzen finden Sie in diesem (von mir uneingeschränkt empfohlenen :-) Buch:

Andreas Winterer: Viren, Würmer und Trojanische Pferde, DATA BECKER Verlag


Andreas Winterer: PC Underground: Viren, Würmer und Trojanische Pferde, ISBN 3815822653, 510 Seiten, € 14,95
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